Grundlagen von Pilates
Pilates wurde bereits in den 1920er Jahren von Joseph Hubert Pilates entwickelt und erlangte erst in den letzten Jahren seinen Status als Fitnesstrend. Pilates basiert wie alle seine Varianten auf dem Powerhouse, welches das Becken mit den Bauchmuskeln beinhaltet. Insbesondere die transversalen (queren) Bauchmuskeln sind bei Pilates zentral, da sie in Verbindung mit dem Beckenboden das Fundament für gute Bewegungen bilden. Hierbei spielt natürlich auch die richtige Haltung der Wirbelsäule eine entscheidende Rolle, damit der Körper angemessen mit Sauerstoff versorgt werden kann. Den gesamten Brustkorb nannte der Vater des Pilates-Krafttrainings Pilates-Box.

Pilates hat sieben Grundprinzipien, die für alle Übungen gleichermaßen bestimmend sind.
1. Konzentration: Während den Übungen soll man sich auf die Bewegung und das Powerhouse konzentrieren.
2. Kontrolle: Jede Bewegung, auch die Atmung, soll kontrolliert werden, da nur so präzise Körperbewegungen ausgeführt werden können.
3. Atmung: Die Atmung ist gleichmäßig, indem man durch die Nase ein und den Mund ausatmet.
4. Präzision: Die Präzision der Bewegungen ist stets notwendig und wird mit der Kontrolle und der Konzentration garantiert.
5. Streckung: Die Wirbelsäule wird stets aus dem Powerhouse heraus gestreckt, da dies die Wirbelsäule entlastet.
6. Zentrierung: Das Powerhouse ist das Zentrum jeder Pilates-Übung.
7. Fliessende Bewegung: Ob sie aus dem Stand in die Sitzposition wechseln, oder von der Rückenlage in die Seitwärtslage, jede Bewegung muss fließen.
Pilates-Varianten
Vor allem Mari Winsor wurde mit ihrem stark beworbenen und ihrer prominenten Unterstützung mit der Variante Winsor-Pilates berühmt.
Unterschiedliche Pilates Core-Programme vereinigen Yoga mit Pilates und versuchen vor allem, Rückenprobleme zu umgehen. Dies wird mit Übungen erreicht, die gezielt Rücken- und Rumpfmuskulatur aufbauen.
Für wen ist Pilates gedacht?
Pilates ist gut für jeden, der seinen Fitnessstand erhöhen und seine Muskulatur aufbauen will. Durch die leicht erlernbaren Übungen kann man den eigenen Körper formen und für ein schlankeres bzw. sportlicheres Erscheinungsbild sorgen.
Pilates ist nicht nur für Frauen und Sportler gedacht, auch Männer und totale Sport-Neulinge können sich an dieses sanfte Krafttraining heranwagen.
Fitnesskurs oder Training daheim?
Bei einem Training in den eigenen vier Wänden können Sie selbst bestimmen, wann Sie die Übungen machen wollen und in welchem Umfang. Allerdings bieten Pilates-Anleitungen in Form von Büchern und DVDs immer das Risiko einer falschen Durchführung der Übungen.
Wenn Sie sich für einen Fitnesskurs entscheiden, bekommen Sie stets Feedback vom Kursleiter, ob Sie die Übungen gut ausführen und wie Sie diese perfektionieren können. Wenn Ihnen ein solcher Kurs zu teuer ist, sollten Sie sich unbedingt bei Ihrer Krankenkasse über bezuschusste Kurse informieren. Denn Pilates wird von den meisten Krankenkassen bezuschusst, solange es sich um “qualitätsgesicherte Präventivkurse” handelt, die zur Vorbeugung von Krankheiten dienen und von entsprechend qualifizierten Kursleitern durchgeführt werden.
Vorteile des Pilatesprogramms
Vorteile von Pilates sind die einfache Erlernbarkeit, die Entspannung des Körpers und das ganzheitliche Krafttraining. Wenn Sie sich für Pilates entscheiden, erlernen Sie mehr Körperbeherrschung und bekommen ein idealeres Körpergefühl. Pilates eignet sich auch in Verbindung mit Ausdauersportarten zur Gewichtsreduktion.









