Immer wieder tauchen im Internet Diskussionen zum Fettverbrennungspuls auf, in denen argumentiert wird, dass dieser Puls das Abnehmen nicht fördert und es auf die Energiebilanz ankommt. Diese Argumentation ist natürlich nicht falsch. Wenn ein 70 kg schwerer Mann mit einem Grundumsatz von ca. 1680 kcal weitere 300 kcal durch Joggen im optimalen Pulsbereich verbrennt aber 2500 kcal am Tag zu sich nimmt, dann ist es nicht verwunderlich, dass keine Gewichtsabnahme erfolgt.
Dennoch ist der Fettverbrennungspuls keineswegs nur ein Mythos. Denn der Fettverbrennungspuls ist der Puls, bei dem der Körper die vorhandenen Fettreserven eher als Energiequelle nutzt als den Zucker. Der Fettverbrennungspuls liegt bei 65 bis 75 Prozent der maximalen Herzfrequenz. Die maximale Herzfrequenz errechnet man bei Männern mit der Formel 220 minus Lebensalter und bei Frauen mit 225 minus Lebensalter.
Bei einem 30jährigen Mann liegt als die maximale Herzfrequenz bei 190. Und der ideale Fettverbrennungspuls liegt demnach bei 123,5-142,5.
Ein weiteres Argument gegen den Fettverbrennungspuls ist, dass bei höherem Tempo mehr Energie verbraucht wird als bei der Geschwindigkeit, die man bei diesem Puls einlegt. Andererseits muss man sagen, dass man im Bereich des Fettverbrennungspulses viel länger trainieren kann als bei einem höheren Puls.
Geschrieben von Priscilla Wolmeringer (priscilla)



