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Übersicht Ernährungstipps Volkserkrankung Witwenbuckel:Kalzium in der Jugend stärkt den Knochen Meiden Sie Transfettsäuren! Transfettsäuren führen zu einem Anstieg des gefäßverkalkenden LDL und zu einer Senkung des gefäßgesunden HDL. Besonders reich an diesen ungesunden Fettsäuren sind Butter, fettes Rindfleisch und Frittiertes. Die im Volksmund Witwenbuckel genannte Rundrückenbildung, die Verringerung der Körpergröße, starke Skelettschmerzen sowie ein deutlich erhöhtes Knochenbruchrisiko sind die Symptome einer vorangeschrittenen Osteoporose, deren Ausbildung durch reichlich Kalzium bereits in der Jugend abgeschwächt und sogar vermieden werden kann, erklärt heute Sven-David Müller, Sprecher der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen. Die krankhafte Veränderung des Skelettsystems, die mit dem Verlust beziehungsweise der Verminderung der Knochensubstanz einhergeht, trifft vor allem Frauen nach der Menopause (etwa zehn Mal mehr Frauen als Männer erkranken an Osteoporose), Menschen kaukasischer oder asiatischer Herkunft und Menschen die keine Milch vertragen. Weitere Risikofaktoren sind Essstörungen wie Bulimie und Anorexie (Magersucht) sowie chronisch entzündliche Darmerkrankungen aufgrund der ungenügenden Kalziumaufnahme, exzessiver Alkoholkonsum und Rauchen. Für Osteoporotiker gestaltet sich der Alltag als lebensgefährlicher Hürdenlauf, denn jedes Steinchen auf dem Bürgersteig kann eine gefährliche Stolperfalle sein. Stürze, die ein gesunder Knochen einfach „wegstecken“ würde, sind für einen osteoporotischen Knochen häufig einfach zu viel, erklärt Müller. Die Heilung eines schweren Knochenbruches ist vor allem bei Senioren, die an Osteoporose leiden, ein komplizierter und langwieriger Prozess, von dem sie sich oftmals nicht mehr komplett erholen können. Doch es muss gar nicht erst zu der gefährlichen Demineralisierung des Knochens kommen, erklärt Müller: Kalzium und reichlich Bewegung im Freien sind die perfekte Anti-Osteoporose-Kombination und sorgen bereits in jungen Jahren für ein gesundes Skelett bis ins Seniorenalter, denn Kalzium und eine angemessene Belastung „härten“ die Knochen, formuliert Müller. Eine hohe Knochendichte ist der entscheidende Faktor bei der Osteoporoseprävention und diese ist durch Kalzium, körperliche Aktivität und Vitamin D, das vor allem bei Sonneneinstrahlung in der Haut gebildet wird, grundlegend zu beeinflussen, so Müller. Nach dem 30. Lebensjahr ist der Knochenbildungsprozess beendet und die volle Knochendichte erreicht – Personen mittleren Alters können lediglich versuchen, den Knochenabbauprozess zu verzögern. Deshalb ist es wichtig, bereits in der Schwangerschaft für eine ausreichende Kalziumzufuhr zu sorgen, sich ausreichend an der frischen Luft zu bewegen und die anderen Risikofaktoren zu eliminieren, so Müller. Bei Kindern ist es demnach unerlässlich, genügend Kalzium über Milchprodukte zuzuführen und für eine angemessene körperliche Belastung zu sorgen. Die Säulen Kalzium, Bewegung und Sonneneinstrahlung sind auch bei bereits Betroffenen das Mittel der Wahl. Ergänzend erfolgt meist die Therapie mit Hormonen oder besser mit Sojaphytoöstrogenen bei Frauen nach der Menopause. Für eine optimale Knochengesundheit sind neben Kalzium auch Vitamin D, Vitamin K, Fluor sowie Kupfer unerlässlich. Durch den richtigen Lebensstil und eine knochengesunde Ernährungsweise kann „frau“ die Therapie ganz ohne Nebenwirkungen unterstützen, so Müller abschließend. Im Kalorien-Nährwert-Lexikon finden sich für über 3.000 Lebensmittel Angaben zum Kalziumgehalt. Enthält ein Lebensmittel viel Kalzium wird dies durch die Ampelfarbe grün hervorgehoben. So ist eine schnelle und einfache Lebensmittelauswahl möglich. Das Kalorien-Nährwert-Lexikon (ISBN 3-89993-509-8) kostet 12,90 Euro und ist in der Schlüterschen Verlagsgesellschaft erschienen. 3.613 Zeichen. Die Informationen stammen von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e. V., Kurbrunnenstr. 5, 52066 Bad Aachen |
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